17.12.2008
Ergeht an alle angestellten ÄrztInnen
Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!
Das Europaparlament hat den Plan der EU-Regierungen zurückgewiesen, unter bestimmten Voraussetzungen die Wochenarbeitszeit auf bis zu 65 Stunden auszuweiten.
Die Abgeordneten in Straßburg stimmten heute mit breiter Mehrheit dafür, die Höchstarbeitszeit in der EU bei 48 Stunden zu belassen. Außerdem sprachen sich die Abgeordneten mehrheitlich dafür aus, dass der gesamte Bereitschaftsdienst einschließlich inaktiver Zeit als Arbeitszeit angesehen wird.
Neue Verhandlungen nötig
Der Beschluss des Europaparlaments bedeutet, dass über den Beschluss der EU-Regierungen vom Juni neu verhandelt werden muss. Dazu ist ein langwieriges Vermittlungsverfahren zwischen dem EU-Ministerrat und dem EU-Parlament nötig.
Die Ärztekammer hat im Vorfeld sowohl im Rahmen der europäischen Ärztevertretungen als auch in vielfachen persönlichen Gesprächen mit den österreichischen EU- Abgeordneten massives Lobbying betrieben - der Ausgang dieser Abstimmung ist ein wichtiger Erfolg für alle österreichischen Spitalsärzte!
Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen bezüglich der EU - Arbeitszeitrichtlinie selbstverständlich weiter informieren.
Mit kollegialen Grüßen
Ihre Kurie der angestellten Ärzte

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